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Teilhabe sozial denken und gestalten
hinzugefügt am 28-07-2017 von Warras

DVSG-Bundeskongress „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ 2017 in Kassel


Berlin. (dvsg/mb) Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) lädt am 19. und 20. Oktober zum DVSG-Bundeskongress 2017 „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Teilhabe sozial denken und gestalten“ in das Kongress Palais Kassel ein. Die Schirmherrschaft über den diesjährigen Kongress hat der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, übernommen.

In Deutschland gibt es unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention einen breiten Konsens zur Notwendigkeit, die Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu beschleunigen. Aktuelle Diskussionen zur Sicherung von Teilhabe trotz Behinderung, chronischer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit werden durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) bestimmt. Auf dem diesjährigen DVSG-Bundeskongress werden auch Chancen und Risiken dieser neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen in ihrer Tragweite für Soziale Arbeit thematisiert.

Bedingungen für eine umfassende Teilhabe für alle Menschen an allen gesellschaftlichen Bereichen zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot. Gesundheit bedeutet eine bessere Aussicht auf eine chancengleiche und selbstbestimmte Teilhabe. Umgekehrt bergen gesundheitliche Beeinträchtigungen unterschiedliche Exklusionsrisiken. Ein mehrdimensionales Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist für eine angemessene Behandlung und Versorgung erforderlich.

Zentrale Ziele der Profession gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit sind die Förderung der umfassenden Teilhabe von erkrankten, behinderten und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen sowie die Reduzierung und Bewältigung sozialer Probleme, die aus gesundheitlichen Beeinträchtigungen entstehen bzw. zu gesundheitlichen Störungen führen können. „Soziale Arbeit bietet im Sozial- und Gesundheitssystem zentrale Unterstützung an, um Teilhabe zu ermöglichen. Insofern wird die Konkretisierung sozialer Teilhabe auf dem DVSG-Bundeskongress 2017 eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen über die vielfältigen Handlungsfelder hinweg fachliche Gemeinsamkeiten der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit bündeln. Insofern gestattet der diesjährige Kongress einen offenen Blick auf aktuelle Entwicklungen in Praxis und Forschung“, betont Prof. Dr. Stephan Dettmers, 1. Vorsitzender der DVSG.

In zwei Plenarveranstaltungen sowie 31 Foren und Workshops werden aktuelle Entwicklungen der Sozialen Arbeit in unterschiedlichen gesundheitssystemrelevanten Praxisfeldern mit einem nationalen und internationalen Fokus diskutiert. Somit sollen in Kassel Teilhabeaspekte praxis- und forschungsbezogen in den Bereichen somatische und psychiatrische Akutversorgung, Rehabilitation, Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Onkologie, Pädiatrie, Geriatrie, Pflege, Prävention und Gesundheitsförderung konkretisiert werden.

Die begleitende Fachausstellung, in der sich die Kooperationspartner der DVSG sowie Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen präsentieren, bietet weitere Informationen sowie vielfältige Möglichkeiten zum persönlichen und fachlichen Austausch.


Der DVSG-Bundeskongress ist die bundesweit größte Tagung zum Themenkomplex der psychosozialen Versorgung im Gesundheitswesen und bietet Fachleuten aus Praxis, Forschung und Lehre sowie allen im Gesundheitswesen Beteiligten eine fachliche Diskussions- und Fortbildungsplattform. Die Plenarveranstaltungen und Foren bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aktuelle Themen und grundsätzliche Fragestellungen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen zu diskutieren, sich fortzubilden und an Lösungsansätzen für eine qualitative Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen mitzuwirken.

Das Programm und weitere Informationen sind bei der Bundesgeschäftsstelle der DVSG (Tel.: 0 30 – 39 40 64 540, E-Mail: info@dvsg.org) erhältlich. Programm, weitere Informationen und Online-Anmeldung unter http://www.dvsg-bundeskongress.de.